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Freelancer des Jahres 2007

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IT-Freelancer des Jahres 2007 (3. Platz)

Barbara Beenen

Die Jury:

"Frau Beenen verfügt sowohl über profunde Kenntnisse in der Informatik als auch in den Kundenbranchen. Sie arbeitet schnell, aktiv und am konkreten Kundenutzen orientiert.

Frau Beenen ist im Rettungswesen, im Fachverband und im Verband deutscher Unternehmerinnen engagiert. Sie schreibt regelmäßig in verschiedenen Fachzeitschriften. Dieser vielfältige Einsatz zeigt eine Frau mit besonderem Engagement."

 

 

 

 

Der Zaun ist blau, in der Küche brennen Kerzen, aus dem Wohnzimmer bellen Hunde: In einem großzügigen Einfamilienhaus an der Triftstraße im 3.600-Einwohner-Örtchen Deutsch Evern südlich von Lüneburg lebt und arbeitet Deutschlands "IT-Freelancerin des Jahres 2007". Vergeben wird der Preis von der Gesellschaft für Informatik, Barbara Beenen hat ihn bekommen.

Eigentlich wollte die Abiturientin Barbara Medizin studieren, nachdem sie jahrelang im Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes gearbeitet hatte. Ärzte rieten ihr davon ab, die Eltern forderten ein Studium, mit dem sich ausreichend Geld verdienen lassen könne. So fing die gebürtige Münchnerin in ihrer Heimatstadt mit Informatik an, und am Ende fand sie das Ganze "so interessant, dass ich es weitermachen wollte".

Bei der "Werum Software & Systems AG" wollte die Uni-Absolventin in München arbeiten, doch die Lüneburger Firma stellte damals nur im Norden ein. Also zog sie her, machte "eine sehr harte Anfangszeit" wegen fehlender Freunde durch, holte zwischendurch noch eine verpatzte Diplomprüfung in München nach, arbeitete, heiratete, bekam eine Tochter (heute ist sie zehn) - und stieg nach fünf Jahren bei der Softwareschmiede aus: zu langweilig.

"Ich brauche ein häufig wechselndes Umfeld", sagt die 37-Jährige. Und das schafft sie sich seit mittlerweile sieben Jahren selbst: durch Freiberuflichkeit. Für den Riesenvogel Airbus A 380 hat die Wahl-Deutsch-Evernerin an der Software für die Kabinensteuerung mitgearbeitet, zurzeit brütet sie über einer Steuerung der Flughafen-Lichtanlage in Seoul. Zuvor hatte sie ein Beatmungsgerät für Babys mitentwickelt.

"Bei uns ist es wichtig, dass eine Information nicht nur ankommt, sondern innerhalb einer bestimmten Zeit ankommt", erklärt die Informatikerin. Das System eines Baby-Beatmungsgeräts darf im Falle eines Absturzes maximal acht Sekunden für einen Neustart brauchen - nach zehn Sekunden wäre der Säugling erstickt. Das Kabinensystem eines A 380 muss sofort über Rauchentwicklung in der Toilette informieren - auch wenn zeitgleich ein Dutzend Passagiere nach der Stewardess klingeln oder sich gegenseitig über die Bordtelefonie erreichen wollen.

Als Frau in der Männerdomäne Informatik fühlt sich die 37-Jährige meist wie ein "Unikat" - die weiblichen Teilnehmerinnen bei Fachkongressen sind in der Regel Begleiterinnen oder Servicekräfte. Neben der Geschäftsführung ihrer eigenen GmbH mit einer Angestellten, einer Tochter und zwei Hunden bekommt es Barbara Beenen irgendwie auch noch hin, sich im Rettungswesen sowie im Verband deutscher Unternehmerinnen zu engagieren - eine preiswürdige Freiberuflerin, wie die Gesellschaft für Informatik findet.

Text: Carolin George, Lüneburg

Erschienen im Hamburger Abendblatt (Harburger Rundschau) vom 31.10.2007, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Hamburger Abendblatts (Harburger Rundschau)

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Links:

http://www.abendblatt.de

http://www.it-free.info

http://www.computerwoche.de

 

 

 

 

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01. Mai 2010
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Barbara Beenen • Triftstraße 30 • 21407 Deutsch Evern • Telefon 04131 / 84 02 91